Schulter

Das Schultergelenk ist der Dreh- und Angelpunkt unserer Arme

Das Schultergelenk ist das Gelenk mit dem größten Bewegungsausmaß im menschlichen Körper. Nur durch seine ungestörte Funktion können wir unsere Hände in eine Position bringen, in der wir alle unsere täglichen Verrichtungen durchführen müssen. Durch Schmerzen oder Bewegungseinschränkung an der Schulter wird häufig die Funktion des gesamten Armes beeinträchtigt. Der große Bewegungsumfang des Schultergelenkes bedurfte in der Evolution einiger Kompromisse, durch welche sich viele der häufigsten Erkrankungen und Beschwerden im Bereich der Schulter erklären lassen.
In meiner Ordination bieten wir Ihnen medizinische Abklärung und Behandlung von Beschwerden im Bereich der Schulter entsprechend der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse auf höchstem Niveau.

Unter Schultersteife versteht man eine schmerzhafte Entzündung und Schrumpfung der Kapsel des Schultergelenkes, die zur Einsteifung des Schultergelenks führt. Die Krankheit  wird auch als frozen shoulder bezeichnet und verläuft schleichend, teilweise mit akutem Entzündungsschub.
Am Anfang sind die Schmerzen noch gering, werden dann immer stärker und führen zu starken Bewegungseinschränkungen. Die Ursache ist zumeist unbekannt, machmal treten Kapselschrumpfungen aber auch nach Verletzungen oder Operationen auf. Immer wieder sieht man aber auch einen schleichenden Beginn einer Schultersteife ohne ausgeprägte Schmerzen.

Behandlung:

Die Schultersteife lässt sich normalerweise mit einer einfachen Untersuchung durch den Schulterspezialisten feststellen.

Zur Behandlung der schmerzhaften Kapselschrumpfung verlasse ich mich auf ein Stufenkonzept:

– Physiotherapie kombiniert mit medikamentöser Therapie
– Kortisoninjektion in das Gelenk
– Arthroskopie mit Durchtrennung der verdickten Kapsel und physiotherapeutischer Nachbehandlung

Die Herkunft von Kalkdepots im Bereich der Sehnenansätze der Rotatorenmanschette ist bis heute nicht restlos geklärt.
Häufig werden diese als Zufallsbefund im normalen Röntgen gesehen, und bei vorliegenden Schmerzen natürlich als Ursache für Schulterbeschwerden angeschuldigt. Oft sind Kalkdepots aber gar nicht schmerzauslösend und können daher auch die wahre Ursache von Schulterproblemen gleichsam verschleiern.

Durch die Raumforderung können di eKalkdepots allerdings das Auftreten von Entzündungen im Schleimbeutel unter dem knöchernen Schulterdach fördern und unterhalten.
Wenn diese Kalkansammlungen aufbrechen, kommt es zu einer akuten Schleimbeutelentzündung unter dem knöchernen Schulterdach und dadurch zu ausgeprägten Schmerzerscheinungen.
Die Folge ist eine akute Bewegungseinschränkung bis zur kompletten Schonhaltung. In diesem Fall sollten Sie dringend die Behandlung bei einem Schulterspezialist suchen.

Behandlung:

Mit einer Therapie wird zunächst die akute Entzündung behandelt. Die Ausräumung des Kalkdepots erfolgt dann durch Stichelung mit einer Nadel bzw. durch Stoßwellen-Therapie oder durch Arthroskopie.

Eine Verrenkung des Schultergelenkes tritt meist als Folge eines Unfalles oder einer Sportverletzung auf (traumatische Luxation). In seltenen Fällen kann auch eine angeborene Schulterinstabilität (habituelle Instabiltität, atraumatische Instabilität) zugrunde liegen.
Bei einer traumatischen Verrenkung der Schulter kommt es regelmäßig zum Abreißen des sogenannten Labrum, einem bindegewebigen Ring, der die Gelenkspfanne des Schulterblattes umgibt und für die Stabilität der Schulter enorm wichtig ist. Oft kann sich das Gelenk von selbst wieder einrichten, meist verhakt sich der Kopf aber am Vorderrand der Gelenkspfanne und der Knochen wird am hinteren Teil des Oberarmkopfes eingedrückt (Hill-Sachs-Delle), es kann aber auch zum Abbruch eines Knochenteiles am Vorderrand der Gelenkspfanne (knöcherne Bankart-Läsion) oder im Bereich des Oberarmkopfes (Tuberculumfraktur, Bruch des Rollhöckers) kommen.

Behandlung:

Bei verhakter Position ist eine Einrenkung des Gelenkes durch den Arzt vorzunehmen. Durch einen falschen Einrichtungs-Versuch kann die Situation verschlimmert werden! Im schlimmsten Fall kann dies zum Bruch des Oberarmes, zu Nerven- oder Gefäßverletzungen führen! Eine Einrenkung von Gelenken soll daher immer erst nach Anfertigung von Röntgenbildern und einer Kontrolle der Nerven- und Gefäßversorgung durch den Arzt durchgeführt werden.

Nach der ersten Verrenkung und wenn keine Begleitverletzungen vorliegen, wird oft eine konservative Therapie eingeschlagen. Die Schulter wird für etwa drei Wochen im Schulterverband ruhiggestellt. Danach folgt eine Phase der Rehabilitation und physikalischer Therapie, um Beweglichkeitseinschränkungen entgegenzuwirken und die Muskulatur zu kräftigen.
Sollte eine neuerliche Verrenkung eintreten, spricht man von einer Schulterinstabilität – dann ist der Zeitpunkt gekommen über eine operative Stabilisierung des Schultergelenkes zu sprechen.

Bei Patienten, die wegen ihres Berufes oder ihres Sportes bei einer neuerlichen Verrenkung einem hohen Verletzungsrisiko ausgesetzt wären (Klettern, Freeclimber, Gerüstarbeiter, …) sollte auch schon nach der ersten Verrenkung an eine Operation gedacht werden.

Von diesen verletzungsbedingten Instabilitäten sind die angeborenen Instabilitäten zu unterscheiden. Diese treten häufig im jugendlichen Alter erstmals auf und sind typischerweise ohne adäquaten Unfall in der Vorgeschichte. Bei manchen Jugendlichen verschwindet diese Instabilität mit zunehmendem Alter. Nur in seltenen Fällen ist hier eine operative Behandlung erfolgversprechend, meist kann mit speziellen physiotherapeutischen Techniken , teilweise auch mit Hypnosetherapie eine Verbesserung erzielt werden..

Eine Arthrose ist ein übermäßiger Gelenksverschleiß aufgrund von Abnutzung und/oder Alterung. Bei einer Schulterarthrose können die Arme oft nur noch unter Schmerzen bewegt werden, da die Knorpeloberfläche der Gelenkspartner beschädigt ist, wodurch die Knochen des Gelenks ungeschützt aneinander reiben. Die Folge ist, dass Bewegungen schmerzen, die Beweglichkeit mehr und mehr schwindet und die Lebensqualität deutlich eingeschränkt ist.

Auch bei jungen Patienten kann es im Rahmen einer Fehlbelastung des Gelenkes durch Instabilität oder im Falle einer entzündlichen Erkrankung wie rheumatoider Arthritis zur verfrühten Gelenksabnützung kommen.

Behandlung:

Bei beginnender Arthrose kann eine Injektion ins Gelenk mit einem Ersatzpräparat für die Gelenksschmiere und zusätzliche physiotherapeutische Maßnahmen eine Verbesserung der Schmerzbeschwerden bringen.

Bei fortgeschrittener Erkrankung muss das gesamte Gelenk durch ein Kunstgelenk ersetzt werden. Dadurch lässt sich die Beweglichkeit des Gelenkes als auch die Schmerzproblematik verbessern. Für die meisten Patienten wird dadurch eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität erzielt.

Die „Rotatorenmanschette“ umgreift den Oberarmkopf im Bereich des Schultergelenkes und stellt den Ansatz der Muskel der Rotatorenmanschette dar (Musclus subscapularis, Musculus supraspinatus, Musculus infraspinatus und Musculus teres minor).

Diese Muskeln ermöglichen die Zentrierung des Oberarmkopfes in der Gelenkspfanne während der Bewegungen und haben damit auch eine Kraftwirkung, die für die Funktion der Schulter wichtig ist.
Im Rahmen der altersbedingten Abnützung dieser Sehnen, selten auch als Folge eines Unfalles kann es zum Einriss oder zum kompletten Abreissen dieser Sehnen kommen. Dies führt ab einer gewissen Größe des Sehnendefektes zu Schmerzen und einer Kraftminderung, manchmal auch zu einer aktiven Bewegungseinschränkung der Schulter.

Die Diagnose wird bei der Untersuchung und mittels Ultraschall oder Magnetresonanz (MRI) gestellt.
In Abhängigkeit vom Patientenalter und der Rissform wird meist ein operativer Eingriff angeraten.
Die Wiederherstellung des Sehnenansatzes ist mittels arthroskopischer Operation – der „Sehnen-Reinsertion“ – sehr erfolgversprechend. Dabei wird eine gerissene Muskelsehne mittels Nahtankern am Knochen fixiert. Die stabilste Versorgung stellt die Zweireihentechnik dar.

Die Nachbehandlung nach einer solchen Operation kann mehrere Monate dauern und ist mit einer entsprechenden postoperativen Ruhigstellung verbunden.
Nach wissenschaftlichen Studien muss allerdings mit einer Rate von neuerlichen Einrissen der Sehne bis zu 30 Prozent gerechnet werden.

Bei Patienten im höheren Alter (über 70 Jahre) wird in der Regel auf Sehnenersatz-Operationen bzw. Muskelverlagerungen zurückgegriffen.

In fortgeschrittenem Stadium stellt die Versorgung mittels inverser Schulterprothese eine gute Möglichkeit dar, die Schmerzen zu reduzieren und die Funktion deutlich zu verbessern.
Durch diese Form der Endoprtothese, beii der die Geometrie des Schultergelenkes umgedreht wird, ist die Funktion des Schultergelenkes nicht mehr auf eine intakte Rotatorenmanschette angewiesen.

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